Stabmixer Test

Der Stabmixer Test

Wo kommt der Stabmixer her?

Der Schweizer Roger Perrinjaquet hat 1950 ein von ihm sogenanntes „tragbares Küchengerät“ zum Patent angemeldet. Drei Jahre später wurde dieses Gerät von der Firma ESGE vermarktet und ist seitdem als „Zauberstab“ bekannt.

Die Firma ESGE hat bis heute eine Sonderstellung im Bereich der Stabmixer, stellt sie doch viele verschiedene Produkte her. Angefangen von einfachen Geräten, über Geräte mit diversen Zusatzteilen bis hin zu Profiprodukten für die Gastronomie ist hier alles zu finden, was das Herz sowohl der Hausfrau wie auch des Profikoches begehrt. Dabei sind die einfachen Geräte unter 100 Euro zu bekommen, die Profigeräte kosten 200 bis 300 Euro.

Zwei Geräte der Marke ESGE haben wir uns näher angesehen und die entsprechenden Ergebnisse sind später näher aufgeführt.

Allgemein kann zur Firma ESGE gesagt werden, dass diese Geräte eine sehr gute Qualität aufweisen und nicht selten kommt es vor, dass in einem Haushalt ein ESGE Zauberstab eine ganze Generation lang ohne Probleme seinen Dienst erledigt und die Hausfrau ihre Freude an diesem Gerät hat.

Diese Qualität hat natürlich ihren Preis und so gehören ESGE Stabmixer nicht zu den preiswertesten Produkten auf dem Markt, dafür aber sicher zu den langlebigsten und zuverlässigsten.

Verschiedene andere Hersteller von Küchengeräten wie z.B. Bosch, Siemens, Kenwood, Braun Grundig und noch einige andere haben ebenso wie ESGE Stabmixer entwickelt und einige von diesen Geräten können sich sowohl in Leistung und auch Qualität mit dem „Original“ durchaus messen, vor allem wenn man auch noch Wert auf günstigen Preis legt.

Auf die Leistungen diverser Geräte werden wir in den Tests näher eingehen.

 

Wie ist ein Stabmixer beschaffen?

Die Grundgeräte der Stabmixer besitzen eine Motoreinheit, an der ein Mixstab befestigt ist. In diesem Mixstab sitzt das 2 bis 4 flügelige Mixmesser, je nach Hersteller. Dabei kann man sich leicht vorstellen, dass ein mehrflügeliges Messer ein feineres Mixergebnis liefert und daher bei der Anschaffung eines Stabmixers bevorzugt werden sollte.

Die Mixstäbe bestehen in der Regel aus Edelstahl, dieses Material verspricht Robustheit im täglichen Einsatz. Die meisten Mixstäbe lassen sich zur Reinigung von der Motoreinheit abnehmen und sich problemlos sofort nach Gebrauch unter fließendem Wasser oder auch in der Spülmaschine reinigen.

Die Messer sind immer aus Edelstahl gefertigt. Bei einigen Modellen kann man die Messer ausbauen, hier ist aber Vorsicht geboten, da sie in der Regel sehr scharf sind.

Der Motorblock ist bei den meisten Geräten aus Kunststoff hergestellt. Oftmals wird eine sogenannte Soft Touch Oberfläche verwendet. Sie fühlt sich bei der Handhabung gut an, ist durch die griffige Oberfläche auch rutschfest, daher auch mit feuchten Händen ohne Gefahr zu bedienen.

Einige wenige Geräte werden auch beim Motorblock aus Metall hergestellt, diese sind aber meist ziemlich schwer und daher ermüdet man hier schneller, wenn man etwas länger mit dem Gerät arbeiten muss.

Manche Stabmixer besitzen Zusatzgeräte, wie z.B. einen Zerkleinerer oder auch einen Stampfaufsatz, die im Alltag sicher praktisch sind, aber ob sie unbedingt benötigt werden, muss jeder für sich je nach Einsatzbereich entscheiden.

Was sicher immer praktisch ist, das ist eine Wandhalterung. Ist sie im Lieferumfang des Stabmixers vorhanden, so wird der Stabmixer in der Regel in der Nischenrückwand der Küche angebracht, das heißt, er ist jederzeit sofort zur Hand und muss nicht erst aus einer Küchenschublade hervorgekramt werden, wenn er benötigt wird.

 

Welche Stabmixer gibtes?

Es gibt 2 große Gruppen von Stabmixern, einmal die Stabmixer mit Kabel und dann die kabellosen, also die Geräte mit Akku-Betrieb.

Die Akku-Geräte sind noch deutlich in der Minderzahl.

Ihre Vorteile bestehen darin, dass man ohne Kabelgewirr deutlich unabhängiger arbeiten kann, d.h. der Stabmixer kann auch einmal kurz zum Mixen eines Getränkes auf den Balkon oder die Terrasse mitgenommen werden und man ist trotzdem unabhängig von einer Stromquelle.

Die Nachteile dieser Stabmixer zeigen sich häufig in nicht sehr langen Akkulaufzeiten und auch oft in einer schwächeren Leistung. Wie lange die Akkus halten (teils läßt die Leistung nach ca. 2 Jahren um die Hälfte nach), läßt sich nicht genau vorhersagen. Ein Nachteil besteht hier auch darin, dass die Akkus nicht getauscht werden können, d.h. wenn die Leistung nicht mehr ausreicht, muss das ganze Gerät entsorgt werden, was sicher nicht sehr umweltfreundlich und nachhaltig ist. Vielleicht werden die Hersteller dies in Zukunft berücksichtigen.

Bei den Stabmixern mit Kabel ist es vorteilhaft, sich bei der Anschaffung ein Gerät mit einem möglichst langen Kabel zuzulegen, damit ein möglichst großer Arbeitsradius erreicht werden kann.

 

Was muss ein Stabmixer können?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, da jeder für sich entscheiden muss, wozu er das Gerät einsetzt.

Auf jeden Fall muss der Stabmixer Getränke mixen können. Dies ist auch bei den ganz einfachen Geräten sicher der Fall. Will man auch Mixgetränke mit gefrorenen Früchten herstellen, sollte das Gerät schon eine gute Leistung bringen. Für das Mixen von sogenannten Smoothies (in den letzten Jahren ja immer beliebter) benötigt man, vor allem wenn die sogenannten grünen Smoothies gemixt werden sollen, allerdings schon ein Gerät mit höherer Leistung.

Leichte Cremes, Puddings, Obstbreie herstellen sollte ebenfalls keine Probleme bereiten und dies können auch die einfachen Mixer.

Junge Mütter möchten für ihre Babys häufig keine sogenannten Gläschen kaufen, da sie teuer sind. Sie stellen daher die Obst- und Gemüsebreie selber her aus gekochtem Obst und Gemüse (vorteilhaft, weil man genau nach dem Geschmack des eigenen Babys alles zubereiten kann und außerdem weiß man genau, was in der Nahrung enthalten ist). Dies ist für die meisten Stabmixer auch kein Problem.

Ein weiterer Einsatzbereich ist das Mixen von Pürees und cremigen Suppen, auch dies wird von den meisten Stabmixern sehr gut gemeistert.

Leichte Rührteige z.B. für Crepes oder Pfannkuchen lassen sich ebenso mit einem Stabmixer in kurzer Zeit herstellen.

Ein besonderes Schmankerl stellt sicher vor allem in Haushalten mit Kindern die Herstellung von cremigem Eis (aus gefrorenen Früchten unter Zugabe von Sahne oder Joghurt und Puderzucker) dar,

auch dies lässt sich mit einem Stabmixer“ zaubern“ und kommt als Nachtisch und vor allem im Sommer stets frisch zubereitet besonders gut an.

Fast alle Stabmixer besitzen einen Mixbecher mit Skaleneinteilung, in welchem direkt Mixgetränke zubereitet werden können. Hilfreich für das Abmessen diverser flüssiger Zutaten ist hier die Skala, da verschiedene Flüssigkeiten zugegeben werden können, ohne dass noch ein eigener Meßbecher benötigt wird.

 

Bei den Stabmixer-Geräten mit Zusatzteilen können diverse weitere Einsatzmöglichkeiten genutzt werden. Teils gibt es die sogenannten Stampfaufsätze. Mit diesen lassen sich Kartoffelbrei, gemischte Gemüsebreie hervorragend herstellen in sehr lockerer cremiger Konsistenz.

In den teilweise vorhandenen Zerkleinerern können Nüsse, Schokolade, Karotten, Zwiebeln, Kohlrabi oder auch Hartkäse wie Parmesan (frisch zubereitet einfach ein Genuß) usw. problemlos zerkleinert werden. Auch das Hacken von Kräutern ist hier möglich. In manchen dieser Zerkleinerungsbehälter kann sogar Fleisch gehackt oder auch Eis gecrusht werden.

All diese Zusatzgeräte verteuern natürlich das Grundgerät, sind aber für einen guten Hobbykoch oder auch für eine Hausfrau, die wirklich viel für ihre Familie selber herstellt, von grpßem Nutzen, da sie die tägliche Arbeit um ein vielfaches vereinfachen.

 

Reinigung der Stabmixer?

Ein wichtiger Gesichtspunkt bei der Anschaffung eines Küchengerätes ist sicher die leichte Reinigung.

Hier kann ganz allgemein gesagt werden, dass sowohl die einfachen Stabmixer, wie auch die hochwertigen Geräte kaum Probleme bei der Reinigung machen.

Wichtig ist immer, dass die Geräte sofort nach Gebrauch gereinigt werden, damit die eventuell vorhandenen Faserteilchen in den Messern und den Ansätzen des Mixstabes nicht antrocknen (dies würde die Reinigung erschweren). Dabei kann man das Saubermachen mit heißem Wasser mit etwas Spülmittel und einer Spülbürste von Hand erledigen. Auch sind bei fast allen Mixern die Mixstäbe abnehmbar und in der Spülmaschine zu reinigen, was natürlich noch bequemer ist.

Auch die Zusatzgeräte, wie Stampfer oder Zerkleinerer können auf die gleiche Weise gereinigt werden (sind ebenfalls spülmaschinengeeignet). Dies gilt selbstverständlich auch für vorhandene Mixbecher und Mixbehälter mir Skaleneinteilung.

Die Motoreinheit des Stabmixers, die ja bei den meisten Geräten aus Kunststoff besteht, läßt sich leicht mit einem feuchten Tuch von eventuellen Spritzern reinigen. Auch hier ist es wichtig, dies sofort nach Gebrauch zu erledigen, da es sonst eventuell zu Verfärbungen kommen kann (dies besonders bei weißen Geräten), wenn mit stark färbenden Zutaten (z.B. Brombeeren, Heidelbeeren, Rote Bete) gearbeitet wurde.

Besonders wichtig ist immer die gute Reinigung der Verbindungsstellen, da sich hier Faserreste ablagern können und dies kann, wenn nicht gründlich gereinigt wird( eventuell eine kleinere Spülbürste benutzen), sogar zu Schimmelbildung führen. Geräte mit einem höheren Preis werden vom Hersteller oft mit speziellen Dichtungen versehen, damit an den Verbindungsstellen kein Schmutz eindringen kann. Dies zeugt auch von einem qualitativ hochwertigen Gerät.

Sollte stärkere Verschmutzung vorliegen oder aber die Verschmutzung bereits angetrocknet sein, so können die diversen Aufsätze auch einige Zeit in Wasser mit etwas Spülmittel eingeweicht werden, bevor man sie in die Spülmaschine gibt.

 

Welche Sicherheit besitzen Stabmixer?

In der Regel sind Stabmixer sichere Küchengeräte, da sie ja für den täglichen Einsatz bei der Küchenarbeit gebaut wurden.

Kinder sollten aber auf keinen Fall unbeaufsichtigt mit einem Stabmixer umgehen. Beim Wechseln der Aufsätze ist immer darauf zu achten, auf keinen Fall in die Messer zu greifen (Vorsicht scharf), auch Kinder sollten diese Arbeit nicht durchführen dürfen.

Bei den Akku-betriebenen Stabmixern kann es wie allen anderen Akku-Geräten auch dazu kommen, dass der Akku überhitzt und so die gewohnte Leistung nicht mehr bringt. Sollte bei der Ladestation ein Kabel defekt sein, Netzstecker ziehen und auf keinen Fall mehr ans Netz nehmen.

Ein defektes Kabel schließt natürlich auch bei einem kabelbetriebenen Stabmixer den Gebrauch aus.

 

Leistung des Stabmixers?

Die Bandbreite der Leistung beginnt bei den Stabmixern bei ca. 150 Watt bei günstigen Geräten und steigert sich bis zu 900 Watt bei hochwertigen bzw. Profigeräten.

Ausschlaggebend für die Leistung ist nicht nur die Watt-Zahl, sondern vor allem die Umdrehungszahl der Messer. Diese liegt zwischen 10000 und 20000 Umdrehungen, je nach Gerät. Das Mixergebnis ist umso besser, je höher die Umdrehungszahl ist.

Wichtig für das Mixergebnis ist auch wie sich der Stabmixer „steuern“ lässt. Kann er in mehreren Stufen geregelt werden oder gibt es vielleicht sogar eine stufenlose Regelung. Hat er eine sogenannte Turbo-Stufe?

Gibt es mehrere Stufen für die Regelung, so kann das Mixgut besonders gut in unterschiedlichen Mixgraden zubereitet werden. Das heißt z.B. beim Hacken von Nüssen, kann man diese von grob gehackt bis zu ganz fein gemahlen zubereiten. Auch für das Pürieren von Suppen ist es vorteilhaft, wenn sich die Mixleistung regeln läßt. Beim Beginn des Mixens unterste Stufe einstellen, dies verhindert das Spritzen des Mixgutes, was sich besonders bei heißen Suppen sehr vorteilhaft auswirkt. Beim Pürieren vor allem von heißen Speisen muss auch der Mixfuß immer gut in die Flüssigkeit eingetaucht werden, auch dies verhindert das Spritzen des heißen Mixgutes.

 

 

 

Preis der Stabmixer?

Stabmixer gibt es in den verschiedensten Preisklassen.

In den Supermärkten werden manchmal bereits Geräte für 15 bis 25 Euro angeboten. Zum Kauf dieser Geräte kann man nur sehr bedingt raten. Es zeigt sich, dass diese Geräte meist keine sehr hohe Leistung besitzen, die Qualität der Verarbeitung läßt häufig zu wünschen übrig, die Verbindungsstellen zwischen Motoreinheit und Mixstab leiern meist bereits nach kurzem Gebrauch aus, so dass der Mixstab nicht mehr im Gerät hält und somit nicht mehr zu gebrauchen ist. Deshalb gilt, wer nur gelegentlich etwas mixen möchte und dann auch kein wirklich extrem hartes Mixgut, der wird eventuell mit solch einem Mixstab zufrieden sein.

Möchte man allerdings einen wirklich brauchbaren Küchenhelfer erwerben, so sollte man von einem Preis ab ca. 50 Euro ausgehen. Hier erhält man dann schon ein Gerät, mit dem in der Küche eine wirkliche Erleichterung bei der Speisenzubereitung erwartet werden kann.

Die Stabmixer ab ca. 70 Euro haben dann bereits eine sehr gute Mixleistung. Gibt man noch einige Euro mehr aus, so bekommt man ein wirklich leistungsstarkes Gerät, mit dem nicht nur das Mixen von Getränken, sondern auch das Zerkleinern von wirklich harten Sachen (Nüsse, Schokolade, Hartkäse) Freude bereiten. Etwas mehr Geld auszugeben, lohnt sich auf jeden Fall, wenn man auf die Langlebigkeit eines Gerätes Wert legt. Zusätzlich bekommt man dann auch einen Stabmixer der mehrere Mixstufen hat oder sogar stufenlos geregelt werden kann. Ebenso überzeugt hier auch das Design, die Verarbeitung und die Handhabung. Außerdem besitzen diese Geräte in der Regel einiges an nützlichem Zubehör, wie Mixbecher, Zerkleinerer, Stampfer. Gerade diese Zubehörteile erleichtern den Küchenalltag und tragen so auch dazu bei, dass man gerne in der Küche neue Rezepte ausprobiert und das Kochen auch wirklich Spaß macht.

Ein Wort noch zu den Akku-Stabmixern: wer nicht allzu viel Einsatz von seinem Stabmixer verlangt und wem vor allem die freie Beweglichkeit beim Einsatz dieses Gerätes wichtig ist, der ist auch mit einem Akku-Gerät gut beraten. Zu bedenken ist hier allerdings immer noch, dass die Akkus nicht zu lange halten und das Gerät dadurch unbrauchbar wird.

 

Schwerpunkte im Test

Bei den nachfolgend in Zusammenfassung kurz aufgeführten Stabmixern wurde der Haupt –Schwerpunkt bei der Betrachtung in hohem Maße auf die Mixergebnisse gelegt, wichtig war uns weiterhin die Verarbeitung und Handhabung (ev. mitgeliefertes Zubehör). Auch die Punkte leichte Reinigung und Preis im Bezug zur Leistung waren noch von besonderer Wichtigkeit.